Niederlage in Oberursel

von Michael (80 mal gelesen) (Kommentare: 1)

Gefühlt das erste Mal in dieser Saison hatten wir einen Kader von 14 Spielerinnen – bis Mittwoch – Donnerstag waren es durch krankheitsbedingte Absagen nur noch zwölf – immerhin eine Auswechselspielerin - aber keine Torfrau…

Donnerstagabend 18:15 Uhr, dunkel, regnerisch, kalt, aber hilft ja alles nix, auf nach Oberursel.

Per Navi souverän den gut eingezäunten Sportplatz in Oberursel gefunden oder besser gesagt gesehen, aber nicht erreicht. Quasi kurz vorm Klo in die Hose gemacht, denn direkt in der Zufahrtsstraße eine Baustelle mit Vollsperrung. Weit und breit kein Eingang zum Sportplatz zu finden. Wahllos irgendwelche Passanten angequatscht, wie man denn zum Sportplatz kommt. Nach Passanten-Tipp und großräumigem Umfahren der Baustelle dann endlich zumindest den Parkplatz gefunden aber noch immer nicht am Ziel – wo sind die Umkleiden?!?! Eine vorbeilaufende Oberurseler Spielerin wies uns dann den Weg…

Nach all der Sucherei ging es mit einiger Verspätung in die Kabine. Umziehen, Zöpfchen flechten, Zwölfmaliger Toilettengang, Ansprache des Trainerteams in der Dusche und um 19:40 Uhr ging es endlich raus zum Warm-Up. So blieben uns noch 20 Minuten bis zum Anpfiff…

Captain Lea übernahm das Warmlaufen und Dennis das Warmschießen von Katha F., die sich bereit erklärte, erstmalig das SVO-Tor zu hüten. Pünktlich um 20:00 Uhr pfiff der gut leitende Schiri Philipp Wegener in die Partie.

Genauso schwierig wie die Anfahrt war auch das Spiel. Es dauerte keine fünf Minuten und Oberursel ging mit 1:0 in Führung - zack Halbzeit – und Oberursel führte mit 8:0… In der ersten Hälfte kamen wir so gar nicht ins Spiel. Gefühlt kam kein Pass zur Mitspielerin, keine wollte so wirklich den Ball haben und unsere Zweikämpfe sahen auch nicht immer glücklich aus. Uns fehlte komplett das Selbstvertrauen... Oberursel überrannte uns mit schnellen Außenbahnspielerinnen und ballsicherem Passspiel. Zu allem Überfluss verletzen sich noch Leana, Johanna und Lena T., alle mit Fuß-Aua aber alle drei haben auf die Zähne gebissen und bis zum Ende durchgehalten und weitergekämpft.

Nach etwas deutlicherer Halbzeitansprache sah die 2. Halbzeit viel besser aus. Wir hatten mehrere gute Ballstafetten, haben versucht Fußball zu spielen und nicht nur die Bälle einfach weggehauen. Oberursel ließ aber nicht nach und schenkte uns in der 2. Hälfte weitere sieben Tore ein. Nach einhelliger Meinung waren zwei davon definitiv Abseits und weitere zwei haben wir uns durch individuelle Fehler eigentlich selbst rein geschossen. Insgesamt hat uns Oberursel 15 Tore reingeurselt… Das Highlight der 2. Halbzeit war eine Diskussion um einen nicht gegebenen Einwurf in Höhe der Mittellinie, der einige SVO-Spielerinnen bis zum Ende der Partie beschäftigte…

Nach Abpfiff gab es von Oberurseler Seite Gratulation zum guten Spiel und wir seien eine tolle Truppe – klang irgendwie ironisch…

Passend zum Spiel blieb in Oberursel die Dusche kalt – kein warmes Wasser…

Erkenntnisse zum Spiel:
Dennis entwickelt sich zum Arzneikoffer oder Apotheker mit allerlei Tabletten, Tempos und Sprays ; Lea ist ein echt starker Captain*innen und hielt den Laden komplett zusammen ; Katha F. hat bei ihrer Torwartpremiere wirklich sehr gut gehalten und eine noch höhere Niederlage verhindert ; Johann, Leana und Lena T. sind hart im Nehmen ; niemand hat trotz der Klatsche den Kopf hängen gelassen – Respekt!!!

Unser Dank geht an:
Dennis als Werner Trompter Ersatz an der Fahne ; Melina, Tessa, Lena S. Mum & Dad und Leas Paddy für die Unterstützung in Oberursel – wo waren die restlichen SVO-Anhänger?!?

Alles versucht und nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben:
Destiny, Johanna, Katha F., Kim, Lea, Leana, Lena S., Lena T., Meli, Nina, Selina, & Xenia

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5/5 Bälle (3 Stimmen)

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Kommentar von MP |

Ich darf versichern, dass die Worte nach dem Abpfiff keine Ironie in sich trugen. Es mag der Erfolg zur Zeit fehlen. Gleichwohl sieht man, dass ihr Fussball spielt und spielen könnt. Und jede Woche aufs neue knapp besetzt antreten und dennoch positiv - auch miteinander - zu sein, ist nicht selbstverständlich und nötigt mir Respekt ab. Mit Rückkehr der Verletzten sieht es zum neuen Jahr mit dem Erfolg vielleicht schon ganz anders aus.